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TONICA JUBILÄUMSFEST 2010
 

Tonica Jubiläumsfest im vereinseigenen Steinbruch war großer Erfolg

Das Jubiläums-Sommernachtsfest des Bläserchores Tonica vom 6. bis 9. August 2010 brach insbesondere am Samstag sämtliche Rekorde der langjährigen Sommerfeste. Obwohl am Freitag tagsüber noch starker Regen herrschte, hatte der Wettergott abends ein Einsehen und schloss die Regenschleusen. Die zahlreichen Besucher kamen daher mit dem gebotenen Programm voll auf Ihre Kosten. Im Vorprogramm heizten die Lokalmatadore „Skabrot“ mit „Ska made in Hünfeld“ kräftig ein. Die jungen Musiker mit Frontmann Felix Hohmann kamen allesamt aus der näheren Region.
Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Coverband „Feel Collins“ aus Aschaffenburg. Die fünf Musiker haben sich ganz und gar den Hitklassikern von Genesis und Phil Collins verschrieben. Herzstück der Band war Frontmann Markus Kunkel, der mit seiner authentischen Stimme dem Original unglaublich nahe kommt. Die Gruppe sorgte in jeder Altersgruppe für tolle Stimmung und ein unvergessliches Konzerterlebnis.

Zu einem besonderen unterhaltsamen und stimmungsvollen Abend hatte die Tonica für Samstag eingeladen. Das gute Wetter trug seinen Anteil dazu bei. Zunächst spielte die Rhöner BMB (Böhmisch- mährische Blasmusik) unter Leitung von Ludwig Wagner zur Unterhaltung auf und die Bierkönigin der Tonica, Pia Sauer wurde von ihrem Bierknecht Marius Kollmann auf einem alten (neuen) „Schubkoarn“ mit Bierfass in den Steinbruch gefahren. Musikalisch wurde sie von der Rhöner BMB begleitet, wobei sie selbst als musikalische Königin mit dem Schifferklavier mitspielte. Der anschließende Bieranstich erwies sich nicht so einfach, denn beim letzten Schlag fiel der Hammer auseinander. Dennoch schmeckte das Freibier hervorragend. Ein Gesellschaftsspiel mit vollem Bierglas in der Hand, damit auf der Schubkarre gefahren und dann schnellstens ausgetrunken, erheiterte die Zuschauer.
Für tolle Stimmung sorgte dann die „urgewaltige“ Unterhaltungskapelle „Rhöner Bluat“. Von Z wie Zillertaler Schürzenjäger zum Zam rucken bis A wie AZ/DC zum Abrocken boten Sie ein Programm, das den überfüllten Steinbruch zum überkochen brachte. Bis lange nach Mitternacht unterhielten sie das begeisterte Publikum.

Der Haupttag des Jubiläums war der Sonntag. Er begann am Morgen mit einem Gottesdienst anlässlich des Laurentiusfestes bei der Kapelle in Weißenborn. Zelebrant war der gebürtige Mackenzeller Priester Joachim Hartel. Die Tonica begleitete musikalisch die Messe. Zum Ende hin fing zwar der Regen an, so dass die Musikkapelle mit nur wenigen Festgästen zum nahegelegenen Festplatz marschierten, um dort mit weiteren Gästen das Mittagessen aus der reichhaltigen und guten Küche von „Zuspann à la carte“ einnehmen zu können. Scheinbar hatte das Beten in Weißenborn später dann doch geholfen, denn zum anschließenden Festzug erstrahlte die Sonne, so dass der Schirmherr, Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel seinen Schirm erst später symbolisch auf der Bühne öffnete. Der Festzug führte von Mackenzell über den Johannesplatz hinauf zum „Tonica-Steinbruch. Dabei nahmen mehrere örtliche Vereine daran teil. Angeführt von der Tonica folgten im Planwagen die Ehrenmitglieder, die Mackenzeller Karnevalsvereinigung mit Ballett, der Orchesterverein Eiterfeld, Traktorfreunde, Turn- und Sportgemeinschaft, Musikverein Wölf, in einem weiteren Planwagen die Ehrengäste mit Bürgermeister, Landtagsabgeordnete usw., der Gesangverein mit Kinderchor, Trachtenkapelle Großentaft, Schützenverein, Kaninchenzuchtverein, Dammersbacher Blaskapelle, nochmals die Traktorfreunde, Kirmesgesellschaft, Jugendfeuerwehr und der Musikcorps Ufhausen.
Im Tonica-Steinbruch angekommen, gab es zunächst einige Begrüßungen durch Julia Richter und Siegfried Weber, sowie Grußworte vom Schirmherrn Dr. Fennel, Kreisbeigeordneten Alfred Metz, Landtagsabgeordneten Dr. Walter Arnold, dem Vorsitzenden des Kreis- und Stadtmusikverbandes Dr. Norbert Herr und der Ortsvorsteherin Annette Trapp. Alle lobten insbesondere den vielseitigen Einsatz der Tonica für die Allgemeinheit in der Region. Aus dem Erlös des Wohltätigkeitskonzerts im Frühjahr überreichte der Vorstand der Vorsitzenden der Hünfelder Sorgenkinder, Rita Fennel einen Scheck über 300,- Euro für die gemeinnützige Arbeit dieses Vereins.
In einem Massenchor unter Leitung von Marco Dietz spielten dann alle 6 Kapellen des Musikbundes Vorderrhön ein gemeinsames Stück und die Nationalhymne.Zur Unterhaltung traten dann abwechselnd die einzelnen Kapellen, verteilt auf dem ganzen Festgelände, mit Musikstücken auf.
Abends war dann unter dem Motto „Jugendband Festival“ die Jugend an der Reihe. Es traten auf: die Tonica Big-Band, BeatZaps, Taschenplanet aus Fulda und die Gruppe „Alles Franziska“ aus Marburg. Ob Swing, Rock, Pop oder Ska, alles wurde geboten.

Das Fest klang am Montagabend mit Kesselfleisch, Haxen und fetziger Blasmusik mit dem Musikverein Lütter aus.

Text: Winfried Schön
Bilder: Winfried Schön, von Sonntagabend und Montag Anke Wehner


 
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