2012 Orgelvorstellung

Orgelvorstellung nach der großen Restaurierung
In einem feierlichen Gottesdienst am Sonntag, 18. Nov. 2012 konnte Regionalkantor Christopher Löbens die restaurierte Orgel in der Pfarrkirche Mackenzell wieder in seiner vollen Pracht erklingen lassen. Die in 1953 angeschaffte Orgel aus der sehr bekannten „Orgelbauanstalt Johannes Klais, Bonn“ trägt den Schriftzug „Opus 1054“, wie aus der Namensnennung am Spieltisch zu ersehen ist.
Pater Günther Kames begrüßte die zahlreichen Gottesdienstbesucher, besonders aber Diakon Daniel Göller (Vater gebürtiger Mackenzeller) und den Organisten Christopher Löbens, der am Ende der hl. Messe für Interessierte die Orgel eingehend erklärte. Während dieses Gottesdienstes stellten sich auch die 13 Erstkommunionkinder mit ihren Katecheten und der Gemeindereferentin Maria Dölle vor.
Bei den Liedern und Zwischenspielen konnte man zum einen das Können des Regionalkantors bestaunen, zum anderen die Klangfülle der Orgel genießen.
Nach dem Gottesdienst erklärte der Regionalkantor anhand musikalischer Beispiele die verschiedensten Möglichkeiten und Klänge der Register.

Grundsätzlich handelt es sich bei dieser Orgel um eine denkmalwerte Orgel mit den folgenden Eigenschaften: sie kann im Zusammenhang mit dem Kirchengebäude als unverfälschtes Ensemble klar einer Epoche zugeordnet werden;
das Instrument weist die typischen Eigenschaften der Epoche bzw. des stilistischen Umbruchs „Orgelbewegung“ auf, d.h. hat noch romantische Elemente aber zugleich auch modernere, d.h. etwas schrillere Register.
Der Abschluss der Renovierung war somit eine gute Gelegenheit, der Bevölkerung die Orgel zu präsentieren, um damit
Hintergrundwissen zur Orgel zu vermitteln
Charakter und Klänge der Orgel kennenzulernen, um diese in Zukunft bewusster wahrzunehmen
Die Bedeutung der Orgel für die Liturgie neu zu beleben
Die Attraktivität des Instrumentes für aktuelle und ggf. zukünftige Organisten bewußter zu machen, ggf. zu weiteren Konzerten zu ermuntern
und schließlich die Identifikation der Bürger mit Gotteshaus und Orgel zu verbessern, denn die Orgel stellt im Zusammenhang mit dem Gebäude ein homogenes Ganzes dar. Es gilt, diese Orgel in unserem Mackenzeller Gotteshaus als Gesamtkunstwerk zu erkennen und schätzen zu lernen.

Text: Winfried Schön und aus dem Vorbericht
Bilder: Winfried Schön