2015 Patronatsfest Nüst

Patrozinium und Konzert in St. Vitus in Nüst

Am 14. Juni feierte die Kirchengemeinde Mackenzell in der Filialkirche in Nüst das Patrozinium St. Vitus (Gedenktag am 15. Juni). Pater Kames begrüßte in der schön geschmückten Kirche die Gottesdienstbesucher mit dem Hinweis darauf, dass der Hl. Vitus ein jugendlicher Heiliger von etwa 12 Jahren war, als er als Märtyrer starb. Der Gottesdienst wurde mitgestaltet vom Gesangsverein Nüst und die Feier der Liturgie wurde unterstützt von sieben Messdienern aus Mackenzell und Christine Tillmann aus Nüst. Ihre Mitwirkung zeigt, dass wir eine Gemeinde sind, die sich gegenseitig unterstützt“. In seiner Predigt führte Pater Kames aus, dass „Unsere Kirche heute festlich geschmückt ist, mit Kerzen, Blumen und einem Antipendium, einem besonderem Altartuch, das ich mir für heute im Kloster ausgeliehen habe. Wir feiern ja heute, nach langer Zeit wieder einmal feierlich, das Patronatsfest unserer Kirche, den Hl. Vitus. In der Kurzform Vitus steckt der lateinische Name Vitalis, der Lebenskräftige, der Lebensvolle. In unserer Kirche haben wir nf Darstellungen des hl. Vitus. Außen, an der Giebelwand ist Vitus skizzenhaft dargestellt. Auf einer unserer Glocken, die uns zum Gottesdienst rufen, steht: St. Vitus beschütze unser Dorf und ein Relief unseres Patrons ist auf der Glocke eingegossen. Am linken Pfeiler steht er betend als Kind mit einem Ölkessel in einer schönen Figur noch aus der alten ster Kirche. Unter den 14 Nothelfern, rechts, ist er als jugendlicher Edelmann als achter von rechts unten zu finden. Und auch hier vorne auf der Standarte ist er als Sohn eines römischen Senators als Jugendlicher dargestellt. Er trägt ein Kreuz in der Hand, einem Ölkessel, links unten steht an seinem Fuß und er trägt auf dem linken Arm einen Hahn. Das alles sind Attribute, mit denen Vitus dargestellt wird, und die mit seinem Lebenszeugnis zu tun haben.Aus dem Ölkessel wurde Vitus durch die Gnade Gottes errettet. Das erhobene Kreuz ist natürlich das entscheidende Zeichen des christlichen Glaubens, aus dem Vitus gelebt und Menschen geholfen hat. ... Der Hahn, den er auf seinem Arm trägt, hat eine christliche Bedeutung. Er kündigt nach Aufgang der Sonne, den neuen Tag an. Christus selbst ist die Sonne des Lebens, die über die Menschheit aufgegangen ist. Der Hahn ist auch Symbol für Wachsamkeit und Treue. Vitus, der zu den Vierzehn Nothelfern gezählt wird, hat die Treue zu Christus konsequent gelebt. Seit dem Ende des 5. Jahrhunderts ist die Verehrung des hl. Vitus bezeugt. Er zählte lange zu den populärsten Heiligen überhaupt.1335 brachte Kaiser Karl IV. sein Haupt als kostbare Reliquie nach Prag. Der gewaltige Veitsdom trägt seinen Namen. Wichtig für uns und unseren Glauben gilt mir festzuhalten: Auch Kinder und Jugendliche haben in der 2000 jährigen Geschichte des Christentums ihren Glauben bezeugt und verteidigt und tun es in vielen Ländern der Welt bis heute. Traditionen müssen gepflegt und aufrechterhalten werden, damit auch die nachfolgende Generation daraus Zusammenhalt und Kraft schöpfen kann. Vertrauen wir uns und unsere Pfarrgemeinde, und unseren Ortsteil Nüst der Fürsprache des jugendlichen Heiligen Vitus an. Lassen wir uns durch diese Feier darin bestärken, wie unser Kirchenpatron, Christus mit unserer Treue und mit ganzem Herzen nachzufolgen.

Am Nachmittag hatte die Gesangsgruppe VoCapella unter der musikalischen Leitung von Melanie Glotzbach zu ihrem Konzert: „We are the world“ eingeladen, dem zahlreiche Zuhörer gefolgt waren. Ein ausführlicher Artikel darüber ist am 17. Juni auf Seite 20 in der Hünfelder Zeitung erschienen. Im Anschluss an das einstündige Konzert waren die Besucher zu einem Imbiss vor der Kirche eingeladen. Der Erlös dieses Nachmittages kommt der Renovierung der Kirche in Nüst zugute.

Fotos: Daniel Krimmel und andere, Text: Pater Kames

Bemerkung des Webmasters: ich will durch die Veröffentlichung dieses Berichtes nicht den internen örtlichen Internet-Berichten Konkurrenz machen, es handelt sich bei diesem Gottesdienst um ein Fest der Kirchengemeinde und nicht um eine Vereins- oder anderweitige Veranstaltung des Dorfes, die Angelegenheit der dortigen Webmaster ist.