2015 Senioren Gemeindefahrt Gotha

Senioren-Gemeindefahrt nach Gotha

Die Herbstfahrt der Senioren der Kirchengemeinde Mackenzell führte am 20.10.2015 mit 56 Teilnehmern in die Residenzstadt Gotha. Die Reiseleiter Lydia und Günter Kutzer hatten wie gewohnt den Ausflug sehr gut vorbereitet und auch eine Stadtführung in zwei Gruppen organisiert. Die beiden Stadtführerinnen erklärten den Teilnehmern bei nasskaltem, aber trockenem Wetter die Stadt und recht anschaulich die Geschichte, sowie die besonderen Bauwerke.

Gotha wird oft als die schönste und reichste Stadt Thüringens dargestellt. Die ehemalige Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Gotha hat mit ihren historischen Bauwerken und Denkmälern für jeden Geschmack etwas zu bieten. Erstmals schriftlich erwähnt wird Gotha als villa gotaha in einer Urkunde Karls des Großen im Jahre 775. Das beherrschende Bauwerk ist der imposante Bau von Schloss Friedenstein, die größte frühbarocke Schlossanlage Deutschlands aus dem 17. Jahrhundert. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Orangerie mit Landschaftspark um und mit Schloss Friedenstein, das historische Rathaus, der Marstall, ein Museum, das Urspungshaus der Gothaer Versicherung, das Lucas-Cranach-Haus, das Hospital Maria Magdalena von 1223, der ältesten Wohlfahrtseinrichtung, sowie weiteren Sehenswürdigkeiten, deren Aufzählung zu weit führen würde.

Gotha kann noch auf eine weitere Besonderheit stolz sein. Mehrere europäische Königshäuser gehen auf ihren Adelsstammhalter Ernst der Fromme, dem Opa von Europa zurück, der im 17. Jahrhundert lebte und mit seiner Frau Elisabeth Sophie 18 Kinder hatte. Er teilte seine Ländereien unter den 7 Söhnen auf, somit entstanden viele kleine Herzogtümer. Somit verzweigten sie sich im Laufe der Jahrhunderte auf Europa, wie die aktuellen Königshäuser Belgien, Niederlande, Großbritannien, Dänemark, Norwegen, Schweden Luxemburg, Spanien, Monaco und Lichtenstein. Näheres auf einer Darstellung bei den Bildern.

Nach dem traditionellen Kaffeetrinken im Café Harmonie, auch Kaffeekanne genannt, wo hunderte von Kaffeekannen zu bestaunen waren, bestand die Möglichkeit auf eigene Faust noch einen Rundgang zu machen. Eine kleine Gruppe um Pater Günther Kames, darunter 2 Novizen aus dem Kloster in Hünfeld besuchte noch die Außenanlage des Schlosses und die kath. Kirche St. Bonifatius.

Das obligatorische Abendessen fand wie üblich in Mackenzell, dieses Mal im Gasthaus Zum Ulmenstein statt.

Text und Fotos: Winfried Schön