2015 Verabschiedung von Pt. Günther KamesOMI

Verabschiedung von Pt. Günther Kames mit feierlichem Gottesdienst und Gemeindefest

Nach über 3 Jahren segensreichem Wirken in der Pfarrei Mackenzell wurde am Sonntag, 15.11.2015 Pt. Günther Kames OMI während eines feierlichen Gottesdienstes in der voll besetzten Mackenzeller Kirche verabschiedet. Aus diesem Anlass waren auch Verwandte aus dem Rheinland angereist. Es war ein langer Einzug in die Kirche, da auch zahlreiche Messdiener aus den vier Orten der Pfarrei, Mackenzell, Dammersbach, Molzbach und Nüst mit den Konzelebranten den Patres Günther Kames, Superior Martin Wolf und dem Nachfolger Pt. Uwe Barzen, sowie Pfr. i.R. Alois Hilbert teilnahmen. Der Gottesdienst wurde musikalisch mitgestaltet von Organist Walter Glotzbach, dem gemischten Chor und der Gesangsgruppe Sing-a-pur, beides unter Leitung von Monika Meyer, sowie einer Schola, Leitung Susanne Schinacher-Merten.

Zu Beginn der Messe sagte Pt. Kames, dass er sich freue, so zahlreiche Gottesdienstbesucher und Mitbrüder und insbesondere seinen Nachfolger, Pt. Uwe Barzen, der mit einem herzlichen Klatschen bedacht wurde, sowie seinen „Nothelfer“, wie Pt. Kames es nannte, Pfr. i.R. Dr. Alois Hilbert begrüßen zu können.

In seiner letzten Predigt in der Gemeinde sagte Pt. Kames, dass es dem Ende zugehe, nicht nur für eine schöne Zeit in der Pfarrgemeinde mit seinen vier Kirchen, die er seelsorgerisch betreuen durfte, sondern auch für das Ende des Kirchenjahres und am Ende der Welt werde Christus wiederkommen in Herrlichkeit. Er erwähnte auch, dass er als letztes seiner vielen Aktivitäten noch organisiert habe, einen neuen Deckel aus Holz für das Taufbecken zu erhalten, worauf die Namen der Täuflinge eingraviert werden können.

Pfr. Bernhard Merz, der verwaltungsmäßig für die Pfarrei zuständig ist, erwähnte in seinen Dankesworten, dass es Pt. Kames am Anfang seines Wirkens in 2012 nicht einfach hatte, da er auch noch 40% für Großentaft zuständig war. Er habe sich immer „hineingekniet“, um den Menschen sehr nahe zu sein. Seine Krankheit mit den Augen sei zermürbend gewesen, was ihm sehr zu schaffen machte. Weiter sagte Pfr. Merz, dass die Menschen in der Pfarrei seine menschliche Nähe gespürt und geschätzt haben. Sie seien ihm für seine Nähe zur Bevölkerung und seinen Dienst in der Pfarrgemeinde sehr dankbar, hätten aber auch Verständnis für seinen krankheitsmäßigen Weggang. Pfr. Merz dankte ihm für seinen unermüdlichen Einsatz in der Pfarrei, auch für seine vielen Impulse und Anregungen, die er für die Zukunft gegeben habe, so gibt es z.B. noch vor Weihnachten eine neue Lautsprecheranlage, was mit großem Applaus bedacht wurde. Pfr. Merz dankte Pt. Kames für sein segensreiches Wirken auch im Namen der Pfarrgemeinde und wünschte ihm Gottes Segen für seine künftige Arbeit in Kronach, man bleibe ihm herzlich verbunden.

Die Kinder des Kindergartens und der Kinderkirche brachten mit der Gemeindereferentin Frau Birgit Lauer und den Erzieherinnen ein Ständchen als Dank für sein großes Herz und sein Gehör für ihre Wünsche und Anliegen, das Pt. Kames ihnen gegenüber immer zeigte. Sie gaben ihm viele gute Wünsche auf dem neuen Weg mit. Auch die große Schar der Messdiener aller vier Orte sprachen ihren Dank durch zwei Messdienerinnen aus und brachten unter Begleitung von zwei jungen Gitarrenspielern ein Lied zu Gehör. Beide Gruppen überreichten als Dank verschiedene Geschenke.

Zum Abschluss des Gottesdienstes bedankte sich Pt. Kames für die guten Wünsche und überreichte als Verbundenheit ein Bild vom Ordensgründer der Oblaten, des Hl. Eugen von Mazenod, da mit ihm, Pt. Kames, seinem Mitbruder Pt. Söhnel und mit dem neuen Seelsorger Pt. Barzen nunmehr der dritte Oblatenpater in der Pfarrei wirke.

Beim anschließenden Gemeindefest im überfüllten Saal der Gaststätte „Zum Goldenen Engel“ begrüßte zunächst das Pfarreiorchester, eine Mischung aus Tonica und weiteren Musikanten aus den Ortsteilen, die Anwesenden. Stefan Meyer führte sodann gekonnt durch das vorbereitete Programm. Der Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat, vertreten durch Maria Schön und Eugen Roth, sprachen den Dank der Gremien aus und Susanne Ruschke übergab an Pt. Kames als Geschenk der Gemeinde einen „gefüllten“ Reisekoffer als Symbol für Abschied, aber auch für seine Reiselust.

Für die vier Ortsvorsteher sprach Annette Trapp, sie zitierte aus ihren damaligen Begrüßungsworten den Spruch “Der Mensch, der es jedem recht gemacht, starb, denn er wurde noch nicht geboren“, heute müsse sie sagen: Er (Pt. Kames) war verdammt nah dran! Er habe vielen Menschen Freude bereitet und zeigte viel Verständnis. Deshalb habe sie auch quer Beet einige Menschen stellvertretend für alle Schichten neben sich stehen, für die er sich eingesetzt hat, z.B. Täufling mit Mutter, Kommunionkind, Firmling, Ehepaar und auch Geburtstagskinder, die er besuchte.

Für die örtlichen Vereine sprach René Heller vom Kirmesverein und überraschte mit einem Kirmestanz, begleitet von einem Kirmesmädchen und der Musikkapelle. Pt. Kames ließ es sich daraufhin nicht nehmen, selbst ein Tänzchen mit der Ortsvorsteherin aufs Parkett zu legen.

Die Kommunionkinder sangen begeistert ein auf Pt. Kames zugeschnittenes Lied über sein Schlagzeug bei dem er selbst auch die Trommel spielte und auf sein „OMI“ Auto. Da Pt. Kames auch mit der Grundschule zu tun hat, brachten auch Grundschüler unter Leitung von Frau Segel ein Ständchen mit guten Wünschen.

Schließlich wurden die ausscheidenden Pfarrgemeinderatsmitglieder Gertrud Vogt und Maria Schön verabschiedet und die neugewählten Mitglieder vorgestellt. (dazu später mehr)

Pater Kames dankte nochmals für die schönen Jahre, die er hier verlebt hat und übergab dem neuen Seelsorger Pater Uwe Barzen das Mikrofon, der sich näher vorstellte. Er war schon durch Pt. Kames in die vier Orte und dessen Kirchen eingewiesen worden. (Pt. Kames überlässt halt nichts dem Zufall) Wie Pt. Barzen sagte, fühle er sich schon fast wie zu Hause, da es in seiner Heimat in der Eifel ein ähnliches Vereinsleben herrsche. Er sei aber nicht so ein quirliger Typ wie Pt. Kames und getanzt habe er nicht mehr, seitdem er im Kloster ist. Er hoffe, dass man mit ihm zufrieden sein könne, er wolle sein Bestes versuchen. Man werde es dann bei seiner Verabschiedung irgendwann sehen, ob jemand kommt oder nicht. Er bot sich auch für Einladungen zu Hausbesuchen an, um sich näher kennenzulernen.

Nach dem offiziellen Teil reichten fleißige Helfer einen guten Eintopf mit Einlage zur Stärkung der Anwesenden.

Während des Kaffeetrinkens zeigte Winfried Schön Bilder vom Dorfgeschehen und dem Wirken von Pt. Kames aus den letzten 3 Jahren. Eine Überraschung, von Pt. Kames gewünscht, gab es dann für seinen Bruder, der gerne mal mit einem alten Traktor spazieren gefahren würde. Dafür wurde Rudi Schön mit seinem alten Lanz engagiert, der mit den beiden Brüdern eine kleine Spritztour unternahm.

Text und Bilder: Winfried Schön

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