2016 Kronach Silberjub. P.Kames

Die Kronacher Oblaten feiern das 200-jährige Bestehen ihres Ordens und das silberne Priesterjubiläum von P. Günther Kames und eines weiteren Paters

Im Oblatenkloster feierte man am Sonntag, 5. Juni, gleich drei Jubiläen. Zu dem großen Fest zelebrierte Erzbischof Dr. Ludwig Schick aus Bamberg ein Pontifikalamt in der Oblaten-Klosterkirche St. Heinrich in Kronach. Anlass der Feierlichkeiten sind das 200-jährige Bestehen der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI) sowie zwei silberne Priesterjubiläen. Pater Günther Kames OMI und Pater Wladyslaw Poddebniak OMI, die beide der Kommunität im Oblatenkloster Kronach angehören, blickten auf ihre Priesterweihe vor 25 Jahren zurück.

Erst seit Ende vergangenen Jahres gehört Pater Günther Kames der Kommunität an. Es war ein langer Weg vom Niederrhein in den Frankenwald, erklärt der humorvolle Rheinländer. Musik, Holzarbeit und Fußball sind seine Hobbys. Er ist 1960 in Rheydt (Mönchengladbach) geboren und auch heute noch Borussia-Mönchengladbach-Fan. Auch dass er leidenschaftlich Schlagzeug spielt und mit dem Gitarristen Pater Waldemar Brysch beabsichtigt, eine kleine Band zu gründen, ließ er wissen. 

Pater Kames erzählt, dass er gelernter Raumausstatter und Einzelhandelskaufmann ist. Nach dem Abitur am Abendgymnasium trat in die Ordensgemeinschaft der Oblaten ein. Von 1984 bis 1990 studierte er Philosophie und Theologie in Mainz. Am 8. Juni 1991 empfing er die Priesterweihe. Seit 2004 bis 2012 war er Direktor des Marianischen Missionsvereins und Wallfahrtsdirektor der Oblatenwallfahrten in Mainz und von 2012 bis 2015 begleitete er vom Bonifatiuskloster in Hünfeld aus die Pfarrei Mackenzell mit Dammersbach, Molzbach und Nüst als mitarbeitender Priester.

In Kronach betreut er nun die Senioren der beiden Seniorenhäuser seelsorgerisch und unterstützt den Seelsorgs- und Beichtdienst in der Klosterkirche. Anschluss zu Kronachern hat er schon nach wenigen Tagen gefunden. Bei einem Spaziergang auf dem Kreuzberg lernte er Mitglieder des Aeroclubs kennen und wurde gleich zur Silvesterfeier eingeladen. 

Nach dem von Con Brio musikalisch ausgestalteten Pontifikalamt zog man in einem Festzug zum Schützenplatz. Hier waren alle Gäste zum geselligen Beisammensein in die Kaiserhof-Festhalle geladen, wo auch die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Erzbischof sowie zu persönlichen Gratulationen der Patres bestand. Für die stimmungsvolle Umrahmung sorgte der Musikverein Neufang mit zünftiger Blasmusik.

Die Feierlichkeiten in der Pfarrei Mackenzell (25-jähr. Priesterjubiläum P. Kames und 60 Jahre neue Kirche in Nüst) finden am Wochenende 18. /19. Juni statt.

Text: Karl-Heinz-Hofmann, Heike Schülein beide Kronach, Winfried Schön

Fotos: privat