2017 Fremdensitzung MKV

Am 11. und 18.02.2017 fanden in Mackenzell die beiden Fremdensitzungen statt. Die Aktiven aus Mackenzell und Molzbach haben sich mal wieder selbst übertroffen.

Sie boten ein 5 stündiges Programm und dabei war jeder Beitrag ein "Knaller". Egal ob die schmissigen Märsche der Tanzgruppen, die perfekt einstudierten und akrobatischen Showtänze, die Büttenredner oder die tollen Sketch- und Showeinlagen - alle sorgten für einen kurzweiligen Abend des begeisterten Publikums.

Den Anfang machten alle Tanzgruppen, egal ob Männlein oder Weiblein, die dem Gremium der MKV erstmal zeigten, wie man auf ein Disco-Lied tanzt. Es war ein tolles Bild, als über 50 Tänzer im Saal und auf der Bühne gemeinsam tanzten. Nach dieser tollen Eröffnung wurde Ansager Mick Pickl vorgestellt, der auf das bekannte Lied "D-I-S-C-O" gesanglich auf den Abend einstimmte.

Die McKenzell Girls präsentierten einen sehr schmissigen und unwahrscheinlich akurat einstudierten Gardetanz und die ersten Zugaberuf erhallten. Im Laufe des abends folgten dann immer wieder Sketch-Einlagen des Mackenzeller Werbeteams: egal ob beim Bäcker, bei dem ein besonders sparsamer Zeitgenosse heute schon das Brot von gestern für morgen vorbestellen wollte oder als zwei Schnallen, die ohne Führerschein und mit einer Leiche im Kofferraum von einem Polizisten angehalten wurden - die Truppe hatte die Lacher auf Ihrer Seite. Vor allem auch, als sie das neue Ulmenstein-Hotel auf die Schippe nahmen oder das neue Fahrrad bewunderten.

Natürlich durften an so einem Abend auch Büttenreden nicht fehlen. Daniel Trapp berichtete von den Erlebnissen eines jungen Vaters, der zum ersten Mal mit dem Nachwuchs alleine zu Hause ist und wußte von zerstörten Gardinen und Spülmaschinen zu berichten. Dann verzauberten die Sternschnuppen, die sich in viele kecke Disco-Gängerinnen verwandelt hatten, das Publikum mit einem Disco-Tanz. Die jüngsten des Abends waren erst zum dritten mal auf der Bühne der Fremdensitzung zu sehen - zeigten aber, dass sie nicht nur Marsch sondern auch Show-Tanz können.

Ein immer wieder gern gesehener Beitrag sind die Bänkelsänger. Sie reimten gekonnt über das Dorfgeschehen - egal ob Ortsbeirat, Bürgermeister, der angeblich aufgehübschte Dorfplatz oder die Feuerwehr, es gab viel zu berichten. Es folgten die Dancing-Boys, die als Sack Zement oder Stein auf die Bühne kamen und sich zu sportlichen Bauarbeitern entwickelten, die mit Salto zu perfekt ausgesuchter Musik über die Bühne flogen. Dass neben den jungen Tänzern auch die Mid-Agers noch mit Tanz die Bühne rocken können, zeigte das ehemalige Gremium, die mit Rollator tänzerisch in genialen "Kostümen" das Publikum zu wahren Jubelschreiben trieben.

Die Stimmung kochte weiter nach oben, als die Tonica wie immer mit richtig guter Live-Musik zeigte, was die Jugend so an Musik mag, bis die Musiker und der ganze Saal gemeinsam zur "Vogelwiese" sangen. Hierbei standen drei Generationen auf der Bühne: Otto Meyer, einer der ältesten Aktiven auf den seit vielen Jahren hochkarätigen Sitzungen mit seinem Sohn Stefan und zwei seiner Enkel.

Es folgte eine Büttenrede von Holger Muschik, der ein wahrer Künstler seines Faches ist. Er berichtete von den Leiden eines Silber-Hochzeits-Jubilars, und hielt dabei vielen Zuschauern den Spiegel vor, indem jeder sich selbst wieder erkannte. Er lies dabei weder Matratzen-Vorlieben noch das Schnarchen aus, nahm das Publikum mit und erntete stehende Ovationen.

Dass die Voltis auch Molzbach akrobatisch ihresgleichen suchen, ist bekannt. In diesem Jahr verzauberten sie das Publikum ins Tomorrow-Land und man fühlte sich wirklich in eine andere Welt versetzt. Ein weiterer fester Bestandteil jeder Sitzung sind die "drei Biber, die nach links schauen" aus Molzbach. Sie zeigten uns wie es wird, wenn man sich selbst einen Bypass legen muss oder wie es einer hochschwangeren ergehen kann, wenn man die Gesundheitsleistungen im Baumarkt erwerben kann. Aber sie entschwanden auch mit einer riesigen Rakete auf den Mars in die Schwerelosigkeit um dann festzustellen, dass es in Molzbach doch viel viel schöner ist als im Weltall.

Die Gardetänze der Red Stars und Red Diamonds wurden gekonnt und schmissig vorgetragen und natürlich durfte auch hier eine Zugabe nicht fehlen. Wer erinnert sich nicht als Ilja Richter und die Disco-Show, die die Kirmes auf die Bühne brachte. Die jungen und jung gebliebenen Kirmesleute verwandelten sich in Tänzer, Sänger und ahmten so manchen Star der letzten Jahre nach. Sogar die beiden Pater Barzen und Kames sangen als Vater Abraham mit den Schlümpfen mit.

"Alter" - "ich bin nicht alt"... schon weiß jeder das die beiden Mertens, Vater und Sohn, auf der Bühne stehen, die in ihrer unnachahmlichen Art das Publikum mit Witzen und Geschichten aus dem Leben zum Lachen bringen. Den Schlußpunkt des Wahnsinss-Programms setzten die Jungs von Schritttempo, die sich in "Opas" verwandelten und zeigten, dass auch diese noch flott über die Bühne rocken können.

Dass auch Ehrengäste lustiges zu Berichten haben, zeigten an beiden Abenden die Vertreter der Stadt und die Ortsvorsteher der beiden Orte Mackenzell und Molzbach.

Die MKV dankt an dieser Stelle allen Aktiven, egal ob hinter (Danke Technik-Team, Videograf und Fotograf) oder auf der Bühne. Denn ohne Euch wären solch tolle Abende nicht möglich.

Eure MKV

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Text: Ulli Schön
Fotos: Georg Vogt

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