2016 Brotback-Workshop

Feuerwehrfest: Brotback-Workshop am 09.07.2016

Unter der Leitung von Theo Ziegler und Unterstützung von Stefan Grosch (Backhaus) konnten Interessierte in einem mehrstündigen Workshop im Wilm-Hosenfeld-Haus erfahren, was man beim Brot backen im Backhaus berücksichtigen muss:

Die Zutaten wurden von der Feuerwehr zur Verfügung gestellt, wer Lust hatte konnte einfach vorbeikommen und mitmachen. Theo Ziegler erklärte, dass ca. 20 Brote gebacken werden, Weizenbrote und Roggenvollkornbrote mit Körnern.

Dazu ist ein Vorteig notwendig, der entweder vom letzten Backen übrig ist, den man einfrieren und rechtzeitig wieder auftauen kann. Man kann den Vorteig aber auch beim Bäcker kaufen. Dieser Vorteig wurde mit warmen Wasser wieder flüssig „geknetet“, dann kam die Hefe hinzu (1 Päckchen für alle Brote) und anschließend wurden in eine Hälfte des Teiges die am Tag vorher mit kochendem Wasser übergossenen und durchgezogenen Körner hineingegeben.

Eine andere Gruppe hat in dieser Zeit das Mehl gesiebt. Dann kam der flüssige Teigansatz ins Mehl und wurde geknetet, fehlendes Wasser wurde nach Gutdünken dazu gegeben bis eine zähe Masse entstand.

Hier hat uns Theo einen guten Trick verraten wie man den klebrigen Teig wieder von den Fingern ab bekommt: mit einem Eiskratzer! Dieser dient auch bei den Schüsseln als Teigschaber-Ersatz.Der fertige Teig wird in große Teile geformt und wieder in die Wanne gelegt, dort muss er ca. 1 Std. gehen.

Nun ging es weiter im Backhaus: Stefan Grosch erklärte der Gruppe wie man das Backhaus mit Reisig und Holz anfeuert und er zeigte uns, dass die Lüftungsklappen eine ganz wichtige Rolle spielen.

Der Schornstein qualmte – wer einmal selbst backen möchte, sollte nie vergessen die unmittelbare Nachbarschaft vorher zu informieren, damit diese ggf. draußen aufgehängte Wäsche in Sicherheit bringen kann!

Das Feuer muss dann etwa 2 Stunden brennen bis man die Brote hineinschieben kann.

Wieder zurück ins Wilm-Hosenfeld-Haus: nachdem der Teig ausreichend gegangen war, wurde er zu Broten geformt. Dazu werden Brett und Körbchen eingemehlt, der Teig abgewogen, geformt und jeweils in ein Körbchen gelegt. Nun darf der Teig nochmals ca. 1 Stunde gehen.

Im Backhaus muss die Glut entsorgt werden, damit die Backwerke eingeschoben werden können. Dies geschieht mit Hilfe eines „Rechens“, der auch mal aus Versehen brennen kann. Gut, dass ein Wasseranschluss im Backhaus vorhanden ist! Dann wird noch ausgewischt, damit die Brote nicht in der Asche liegen und es wurde ein Ähren-Test gemacht. Die Ähre wird hineingeschoben, wird sie oben schwarz, so ist es noch zu heiß.

Nach ein wenig Abkühlungszeit wurden die Brote eingeschoben: Dazu wird der Schieber eingemehlt, das Brot aus dem Körbchen darauf gestürzt, das Mehl abgekehrt und das Brot mit Wasser bestrichen und eingeschnitten.

Dann geht es für mindestens 1 Stunde ab in den Ofen. Nach bestandenem Klopftest wurden insgesamt 21 Brote herausgeholt, nochmals mit Wasser bestrichen damit die Kruste schön wird und das Brot etwas glänzt.

Tolles Ergebnis, oder? Mir hat er Workshop sehr viel Spaß gemacht!

Text und Fotos: Heike Hohmann

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