2017 Hutzelfeuer

Am Sonntag, den 5. März war es wieder soweit. Es wurde wieder das traditionelle Hutzelfeuer am Hutzelsonntag angezündet. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Mackenzell / Molzbach zogen ab 11 Uhr wie in jedem Jahr durch Mackenzell. Sie sangen das traditionelle Hutzellied und sammelten fleißig Spenden für das Aufsetzen von Schnittgut und Weihnachtsbäumen, um die Tradition weiter leben zu lassen.

 

Die Vorbereitungen für das traditionelle Errichten des Hutzelfeuers begannen schon Wochen vor dem Anzünden. Geplant war das Bauen des Gerüstes schon am 7. Januar, jedoch konnten wir aufgrund der Wetterlage nicht in den Wald, um das Holz für den Aufbau zu holen. Am Samstag, den 14. Januar, klappte es dann und es trafen sich Mitglieder der Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr, um das Gerüst für das Hutzelfeuer zu errichten. So ging es um 10 Uhr mit vollgetankten Motorsägen und Traktoren in den Wald, um die Baumstämme für das Gerüst zu fällen.

 

In der Woche darauf hatten die Bürger aus Mackenzell die Gelegenheit, zu festgelegten Anfahrzeiten, Reisig und Baumschnitte zum Hutzelfeuerplatz zu bringen. Die Weihnachtsbäume wurden, wie schon in den Jahren zuvor, mit Traktoren und Anhängern, durch die Feuerwehrhelfer in Mackenzell eingesammelt und zum Hutzelplatz gefahren. Das ist immer ein besonderer Spaß für alle Beteiligten. Dieses Material wurde in wochenlanger Arbeit von den Jugendlichen, mit Unterstützung der Einsatzabteilung der Wehren Mackenzell und Molzbach, mühsam aufgeschichtet. Traditionell wird auch immer eine Hutzelpuppe auf dem Hutzelhaufen verbrannt, um den Winter zu vertreiben.

 

Mit Würstchen und heißen Getränken wurden die Helfer von den Kindern und Betreuern der Juniorfeuerwehr versorgt, damit bei dieser schweren Arbeit auch niemand einen Schwächeanfall bekam und vom Gerüst viel. Zum Schluss kommen noch die zuvor eingesammelten Weihnachtsbäume zusammen mit der Hutzelpuppe auf das Feuer. Die Jugendlichen bewachen nach getaner Arbeit in der Nacht vom 4. März auf den 5. März den Hutzelhaufen am Lagerfeuer, bis in die frühen Morgenstunden, um ein vorzeitiges brennen des Hutzelfeuers zu verhindern.  Diese alte Tradition ist bei den Kindern und Jugendlichen sehr beliebt und wird durch Betreuer der Wehren beaufsichtigt.

 

Um 18:45 Uhr war es dann endlich soweit, das Hutzelfeuer wurde von fünf Feuerwehrleuten entzündet und erhellte den gesamten Hutzelplatz. Besonders die Jugendlichen waren sehr stolz auf das Ergebnis und freuten sich, das selbst über Wochen aufgebaute Feuer zu bewundern.

 

Die zahlreichen Besucher konnten sich das Schauspiel aus nächster Nähe anschauen und mit Glühwein und Bratwurst einen tollen Abend genießen. Auch in diesem Jahr kamen viele Kinder mit Laternen und Fackeln, um sich das Feuer anzusehen und sie hatten sichtlich ihre helle Freude daran.

 

Die gesammelten Einnahmen des Hutzelfeuers tragen zur Finanzierung der Jugendabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren aus Mackenzell und Molzbach bei.

 

Ein Dank an alle Helfer und Besucher für ihr Kommen und ihre Unterstützung.

Text: Julian Kimpel

Bilder: Jugendfeuerwehr Mackenzell/Molzbach

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