2016 Erlebniswanderung

Erlebniswanderung des Heimat- und Kulturvereins Mackenzell - kleine Pfeifen wurden geschnitzt

Bei herrlichstem Frühlingswetter machten sich knapp 40 Personen, darunter viele Kinder, am Muttertag, 8. Mai zu einer Wanderung rund um halb Mackenzell auf, nicht nur um Material für das Schnitzen von Pfeifen zu suchen, sondern auch den Heimatort Mackenzell von einer Anhöhe zu betrachten. Zunächst ging es über das Alte Bahngleis“ Richtung Molzbach und dann über die Flur am Drachenstein und Weißenborn vorbei zum Tonica-Steinbruch. Selbst Interessenten aus der Nähe von Fulda beteiligten sich an dieser erlebnisreichen Aktion.

Unter Anleitung von Theo Ziegler wurden unterwegs kleine Äste wie Haselnuss, Weiden oder Esche und Ahorn gesucht und frisch abgeschnitten, die später „verarbeitet“ werden sollten. Wichtig war dabei, dass es gerade Stücke waren. Besonders die Kinder waren bei der Suche sehr eifrig.

Im Tonica-Steinbruch demonstrierte Theo Ziegler sodann das Bearbeiten der kleinen Aststücke. In der Hünfelder Zeitung war dazu zu lesen:

In das Holz wird unterhalb des „Mundstücks“ eine Kerbe geschnitten. Der heikelste Arbeitsabschnitt ist es nun, die rund zehn Zentimeter lange Hülle der Pfeife von dem Holz zu lösen. Dafür muss das durch einen Rundum-Schnitt von Rest-Stock abgetrennte Stück Rinde ebenso ausdauernd wie behutsam geklopft werden. Denn erst danach kann man die Rindenhülse mit sanfter Gewalt vom Stengel abziehen. In das Röhrchen wird dann auf der „Mundstückseite“ ein Teil des entrindenden Holzes eingesetzt, das vorher etwas flacher geschnitten wurde, damit die Luft beim Anblasen hindurchströmen kann. Wenn dann das abgeschälte Aststück wieder behutsam in die Rindenhülse hineingeschoben wird, kann man der Pfeife eine Vielfalt von Tönen entlocken.

Nicht nur die Kinder, sondern auch viele Erwachsene hatten großen Spaß daran, ihre „eigene“ Pfeife mit viel Geduld herzustellen. Das Klopfen der „Pfeifenstücke“ auf der vorhandenen Holztheke war unüberhörbar, und Gottlob gab es auch bei dem diffizilen Schneiden der kleinen Stücke keine Verletzten, lediglich konnte man sich evtl. auf die Finger klopfen.

Beim abschließenden Gruppenbild gab es im besten Sinne ein unüberhörbares Pfeifkonzert.

Da Muttertag war, gab es für die anwesenden Mütter unter Anleitung von Sabine Trapp ein von den Kindern selbst gebasteltes Geschenk.

Für Hunger und Durst war auch gesorgt, es gab gegrillte Würstchen und verschiedene Getränke.

Text und Bilder: Winfried Schön