2012 Theater

Laienspielgruppe Mackenzell zeigt die ländliche Komödie „Die Eintopf-Lady“
Die Laienspielgruppe begeisterte auch im Jahr 2012 mit einem überaus humorvollen Dreiakter, wobei die acht Laienspieler mit witzigen Pointen die Zuschauer immer wieder zu Lachsalven und Szenenapplaus veranlassten. Wie bereits seit Jahrzehnten sprechen die Darsteller dabei überwiegend den hiesigen Dialekt, gespickt mit fast vergessenen Ausdrücken, was beim Publikum begeisternd ankam.
Bauer Alfons Berger, dargestellt von Eugen Roth, kommt über den Tod seiner Frau nicht hinweg und vernachlässigt insbesondere sein äußeres Erscheinungsbild. So könne es nicht weitergehen, befinden sein Sohn Anton (Markus Schön), die Tochter Maria (Nadine Ritz) und der Schwager Karl Klüpfel (Jürgen Kemmet) und geben deshalb eine Zeitungsanzeige auf. Auch die resolute Magd Gustel (Anita Möller) und der Knecht Josef (Andreas Pappert) mischen dabei kräftig mit. Obwohl es die Witwe Rosi Becker (Edelgard Wehner) auf den Bauern Alfons abgesehen hat, kapiert er es nicht, obwohl sich beide ab und an am Friedhof treffen. Als endlich eine attraktive Dame namens Hermine Stallmann (Eleonore Schön-Janele) erscheint, fängt der Bauer nach anfänglichen Berührungsängsten endlich Feuer und gibt sich auch in seinem äußeren Erscheinen von der besten Seite. Was er und auch seine Kinder allerdings nicht wissen, ist, dass es die Lady nur auf das Geld abgesehen hat. Sie kann weder kochen, noch die erforderliche Hausarbeit verrichten. Deshalb gibt es jeden Tag Eintopf aus der Büchse. Um ab und an etwas Abwechslung beim Essen zu haben, gehen sie manchmal zum Wirt im Ort und laben sich am Schweinebraten. Mittlerweile bezierzt die „Eintopflady“ den Bauern Alfons und auch seinen Schwager Karl, bei dem sie ebenfalls Geld vermutet, dermaßen, dass beide unabhängig voneinander ihr jeweils 20.000,- Mark in bar geben. Sohn Anton schöpft schon seit längerem Verdacht, dass mit Hermine etwas nicht stimmt. Durch reinen Zufall erfährt er dann, dass der Vater genau diesen Betrag in bar abgehoben hat. Auch muss Schwager Karl zugeben, dass er auf seine „große Liebe“ hereingefallen ist. Zum Schrecken aller ist aber inzwischen Lady Hermine mit den 40.000,- Mark auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Endlich sieht dann Bauer Alfons ein, dass er mit der zuvor verschmähten Witwe Rosi doch noch einen schönen Lebensabend verbringen kann.
Von allen Seiten wurde dem Ensemble unter der Regie von Edelgard Wehner für seine schauspielerische Leistung höchste Anerkennung gezollt, dies zeigt sich auch darin, dass alle Vorstellungen ausverkauft waren.

Text, Fotos u. Urheberrecht: Winfried Schön