2015 Theater

Mackenzeller Laienspielgruppe voll in ihrem Element

Die Laienspielgruppe präsentierte in mehreren Aufführungen den ländlichen Schwank in 3 Akten „Maximilian der Starke“. Jeweils im vollbesetzten Saal der Gaststätte „Zum Ulmenstein“ waren die Zuschauer hell begeistert von der spielerischen Leistung der Laiendarsteller.

Die Handlung spielt auf dem Bauernhof Weber, wo der Bauer Franz (Eugen Roth), seine Frau Anna (Anita Möller) und Sohn Toni (Markus Schön) ihrer Arbeit nachgehen. Der Sohn liebäugelt mit der Schuhverkäuferin Maxi (Nadine Ritz), was den Eltern aber überhaupt nicht gefällt. Sie haben mit dem Großbauern Paul (Andreas Pappert) abgesprochen, dass ihr Sohn dessen Schwester Moni (Andrea Vogt) heiraten soll. Diese aber hat wiederum den Sparkassen-Azubi Lukas Reisig (Jonas Merten) als festen Freund. Den jungen Leuten gefällt natürlich die starrsinnige Haltung der „Alten“ überhaupt nicht und sinnen darauf, ihre Liebschaften mit einer List aufrecht zu erhalten. Dabei werden sie vom knarzigen und dennoch listigen Altknecht Moritz (Markus Hartung) und der ebenso listigen Magd Rosa (Edelgard Wehner) mit allen Kräften unterstützt, um ihren Plan umzusetzen.

Der Bauernsohn bringt daher seine unwillkommene Braut als Knecht verkleidet auf den Hof, der seine Arbeit zur vollsten Zufriedenheit der Eltern verrichtete. Als die zwei beim Küssen “ertappt” werden, glauben die Eltern, ihr Sohn sei “anders”. Um ihn von dieser “Krankheit” zu kurieren, bestellen sie die Lebedame Nathalie (Eleonore Schön-Janele) auf den Hof. Nun jagt natürlich eine Pointe die andere und der Altknecht und die Magd zeigen ihr schauspielerisches Können durch ihre hervorragende Mimik und unterstreichen es durch ihr Repertoire von Schimpfwörtern wie „Hänkholz, Dommdeiger, Schlappmull“ und manch anderes deftige Schimpfwort. Das Problem der Lebedame ist allerdings, dass sie den Sohn Toni nicht kennt und macht sich deshalb an jeden Mann heran, der ihr im Hause Weber über den Weg läuft, um diesen zu verführen. Sie erwischt als ersten den neuen Jungknecht Maximilian (alias die Braut von Toni) und danach den Sparkassen-Azubi Lukas. Alle zwei werden natürlich von ihrem Freund bzw. Freundin ertappt, die ihnen ihrerseits natürlich eine Szene machen. Besonders heikel wird es jedoch erst, als sich Nathalie an den Bauer Franz macht und natürlich von seiner Frau Anna auf frischer Tat erwischt wird. Es geht dabei ganz schön turbulent zu.

Als sich schließlich alles aufzulösen scheint, muss aber Bäuerin Anna vorher noch eine schriftliche Erklärung abgeben, die von Altknecht Moritz beinahe diktatorisch diktiert wird, um die Liebschaft des Sohnes mit seiner Braut festzuschreiben. Alsdann stellte der Sohn seine Braut, den fleißigen Knecht, vor, die sich als junge Frau entpuppte und als junge Bäuerin akzeptiert wurde. Man konnte schließlich sagen, Ende gut, alles Gut.

Regie: Edelgard Wehner

Souffleuse: Margot Gerlach

Maske: Karin Nowak

Bühnenbau: Willi Möller

Technik: Andreas Pappert

Kassierer: Gregor Wehner

Bericht und Fotos (urheberrechtlich geschützt): Winfried Schön