2016 Theater Saisongiggel

Mackenzeller Laienspielgruppe voll in ihrem Element mit dem Stück: „Dae Saisongiggel“

Die Laienspielgruppe begeisterte auch im Jahr 2016 mit einem überaus humorvollen Dreiakter, wobei die sieben Laienspieler mit witzigen Pointen die Zuschauer immer wieder zu Lachsalven und Szenenapplaus veranlassten. Wie bereits seit Jahrzehnten sprachen die Darsteller dabei überwiegend den hiesigen Dialekt, gespickt mit fast vergessenen Ausdrücken, was beim Publikum begeisternd ankam, lediglich die sogenannten Urlauber sprachen gekonnt ihre heimatliche Mundart.

Bauer Alois Berger, alias Eugen Roth bewirtschaftet mit seiner Bäuerin Martha (Anita Möller) und Tochter Leni (Nadine Ritz) einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb. Der pfiffige Florian Meier (Markus Schön), der es auf die Tochter des Hauses abgesehen hat, und Vater Alois sehr große Stücke auf ihn hält, ist als Vorsitzender des Fremdenverkehrsbüros bemüht, Urlaubsgäste aus der Stadt anzulocken, was ihm auch gelingt. Zwei nette Damen, die attraktive Inge Vögele (Eleonore Schön-Janele) aus Stuttgart und Powerfrau Gerda Vogelsang (Edelgard Wehner) aus Okriftel, die nicht kurz zu kriegen ist, sowie der Ingenieur Jonas Höfer (Jonas Merten) aus Hannover wirbeln das Leben auf dem Hof ganz schön auf. Die sehr arbeitssame Tochter Leni kümmert sich nur um die Arbeit auf dem Hof und hat keine Zeit und will auch nicht am Heimatabend im Dorf teilnehmen. Vater Alois dagegen frönt lieber den schönen Seiten des Lebens und lässt Frau und Tochter arbeiten.

Zunächst macht Alois mit Powerfrau Gerda eine Tageswanderung auf die Wasserkuppe und die Milseburg, kommt allerdings mit wunden Füßen und „Wolf“ am Hintern total niedergeschmettert nach Hause, wobei seine Begleiterin immer noch frisch erscheint.

Mittlerweile hat sich der windige Florian an die attraktive Urlauberin aus Stuttgart herangemacht, was Tochter Leni gar nicht gefällt. Mit Hilfe der drei Urlauber wird ein Plan ausgedacht, Florian eins auszuwischen. Da zwar Tochter Leni so tut, als hätte sie für Florian nichts mehr übrig, bandelt sie mit dem „Inschinnör“ an, um Florian eifersüchtig zu machen, was ihr auch gelingt. Die zwei Hausdamen, Martha und Leni übernehmen unter Mithilfe der Urlauber das Ruder, gehen fleißig aus und Bauer Alois wird zum Kartoffel-Schälen und zur Hausarbeit „degradiert", zudem muss er seinen Schlafplatz auf den Speicher verlegen. Dann kommt es, wie es kommen musste, nach vielem Durcheinander findet zum Schluss jeder Deckel sein Töpfchen und die Welt ist für alle wieder in Ordnung.

Text und Bilder: Winfried Schön