2016 Winds String & Voices

Begeisterndes Projektkonzert „Winds Strings & Voices“ im Hünfelder Kolpinghaus

Hinter dem Förderverein „Jugendmusiknetzwerk im Hessischen Kegelspiel e.V“, kurz JuMuNet, liegen aufregende Wochen. Mit seinem Konzertkonzept „Winds, Strings & Voices“ hat er sich um den Hessischen Demografiepreis 2016 beworben – und gewonnen! Seit
28. September ist es amtlich, dass der Förderverein für seine musikalische Projektarbeit ein Preisgeld von 10.000 Euro erhält. Dass dieses gut angelegt ist, stellten etwa 80 junge Musiker und Sänger beim 12. „Winds, Strings & Voices“-Konzert im bis auf den letzten Platz gefüllten Hünfelder Kolpinghaus unter Beweis.

Eröffnet wurde das Konzert durch das symphonische Projektorchester „Colours of Wind“ unter der Leitung von Martin Genßler. Die Musiker zeigten einen Ausschnitt aus der Bandbreite ihres Repertoires, welche von Operettenmusik mit der Ouvertüre aus der „Fledermaus“ über das symphonische Werk „Aquarell“ von Thorsten Wollmann bis hin zum bekannten Klassiker „Fly me to the Moon“ (in einer Bearbeitung des Japaners Takashi Hoshide) reichte.

Der Chor „KlangFusion“ unter der Leitung von Stefan Ragotzky besteht überwiegend aus ehemaligen Schülerinnen und Schülern der Wigbertschule. Sie haben sich modernen Pop- und Rock-Arrangements verschrieben und präsentierten in diesem Jahr „Man in the Mirror“ von Michael Jackson, „Some Nights“ von Fun (toller Sologesang: Pia Maria Sauer) und den „Queen“ Titel „Spread your Wings“. Unterstützt wurden Sie vom niederländischen Musikprofessor und Coach John Hondorp.

Die JuMuNet-Big Band (Leitung: Pia Maria Sauer) swingte danach auf der Bühne zu „Lullaby of Birdland“. Ein besonderes Highlight war der Auftritt des Vocal Quartetts mit Ute Krönung, Pia Maria Sauer, John Hondorp und David Andruss gemeinsam mit der Big Band bei den Titeln „This will be“ und „Ease on down the Road“, letzteres aus dem Broadway-Musical „The Wiz“.

Nach der Pause erwartete die Zuhörer ein Musical-Highlight. Neun Titel aus der West Side Story von Leonard Bernstein, darunter „Mambo“, „America“ und „One Hand, One Heart“ und „Tonight“, wurden als Gesamtprojekt von Projektorchester, Projektchor und Big Band in unterschiedlichen Besetzungen aufgeführt. Dabei brillierten die Solo-Sängerinnen und Sänger Anna Löbens als Rosalia, Klara Golbach als Anita, Jacqueline Hartwig als Maria und Georg Rupprecht als Tony. Schauspielerisch umrahmt wurde das Mini-Musical von Theresa Bernhard und Paul Kohlmann. Beim bekannten Titel „Somewhere“ verzauberte Hanna Zdiarstek, begleitet von der Big Band, das Publikum.

Nach einem fast dreistündigen Programm wurden die jungen Musikerinnen und Musiker mit stehender Ovation vom begeisterten Publikum gefeiert.

Text: Anke Wehner

Fotos: Dirk Gollbach (bis zur Urkunde) und Viola Riesner

-