Über uns

Bläserchor „Tonica“ / vormals Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr

Die Anfänge des Bläserchores gehen auf das Jahr 1932 zurück. Die ersten Mitglieder kamen überwiegend aus Mackenzell, sowie weitere aus Molzbach und Hünfeld. Als im Jahre 1934 Lehrer Fischer nach Mackenzell versetzt wurde, bekamen die Musiker Aufwind und es gründete sich im Januar 1935 die „Freiwillige Feuerwehrkapelle“ unter Anwesenheit von Wehrführer Emil Mihm und Lehrer Fischer. Mit Lehrer Fischer erlebte die junge Feuerwehrkapelle einen Aufschwung, den niemand für möglich gehalten hätte. Die Kapelle wirkte gleich zu Beginn ihres Bestehens bei besonderen Dorfereignissen mit, so z.B. bei der Einweihung der neuen Schule in 1936, sowie bei der Einweihung des Kriegerehrenmals für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. Für die verschiedenen Anlässe stand ein beachtliches Notenmaterial (Heeresmärsche, Konzertstücke, Choräle) zur Verfügung. Ein großer Verlust trat im Jahre 1938 ein, als Lehrer Fischer nach Poppenhausen versetzt wurde. Zum Nachfolger wurde Ernst Stiegel bestimmt. Die fruchtbare Entwicklung wurde dann durch Ausbruch des 2. Weltkrieges jäh beendet, da 12 Musiker eingezogen wurden, die anderen nach und nach. Erst nach dem Krieg fanden sich die wenigen Musikanten, die heimgekehrt waren, wieder zusammen und begannen den Wiederaufbau der Blaskapelle. Um eine Lizenz zu erhalten, musste 1947 in Kassel vorgespielt werden. Ab dieser Zeit gingen die Proben und Auftritte unter Leitung von Ernst Stiegel wieder zügig voran. Als dieser 1969 wegen Krankheit den Dirigentenposten aufgeben musste, übernahm Ludwig Knauf die Stabführung. Ein Jahr später stellte Ludwig Knauf an den Vorstand der Feuerwehr den Antrag, den Namen der Kapelle zu ändern und einen eigenen Verein zu gründen, was auch in 1970 geschah.

Der Nachfolgeverein nennt sich seitdem „Bläserchor Tonica eV.“ Erster Vorsitzender wurde Emil Kümmel, Willy Trapp Stellvertreter. Spätere Vorsitzende waren Anton Quell und Siegfried Weber. Nachwuchsarbeit wurde und wird bei dem Verein unter Federführung von Stefan Meyer stark gefördert, was sich auch bei der Besetzung der aktuellen Kapelle wiederspiegelt.

Neben der musikalischen Arbeit gibt es auch andere Aktivitäten, wie seit 1971 das Sommernachtsfest, das der Verein in einem früheren Steinbruch der Gemeinde, den er durch große Eigenleistung hergerichtet hat, durchführt und das sich größter Beliebtheit erfreut. Weitere feste Bestandteile sind die Mitwirkung bei kirchlichen Festen, Vereinsjubiläen, seit 1991 das jährliche Frühlingskonzert, Karneval und vieles mehr.

Der jährliche Terminkalender mit ca. 100 Proben ist Beweis einer regen Vereinstätigkeit. Das Musikprogramm der verschiedenen Orchester, Ensembles und Projekte wird in bis zu 50 öffentlichen Auftritten verschiedenster Art präsentiert.
Neben diesen musikalischen Betätigungsfeldern bietet der Verein natürlich auch zahlreiche Aktivitäten (Ausflüge, Wanderungen, Weihnachtsfeiern usw.) zur Pflege der Geselligkeit.
(Historie aus dem Heimatbuch „Mackenzell – Dorf und Amtssitz – Eine Wanderung durch die Geschichte“

Musikunterricht:
Musikunterricht wird seit ca. 20 Jahren erfolgreich in Zusammenarbeit professionellen Ausbildern organisiert. In fünf Förderstufen mit jeweils dem Leistungsstand angemessenen Unterrichtsformen, Gruppen und Projekten werden die Jugendlichen systematisch auf die Mitwirkung im Orchester vorbereitet.
1. Musikunterricht beginnend in der Grundschule (Projekte mit dem Förderverein der Grundschule)
2. Einzelunterricht über Lehrkräfte der (i.d.R. VHS-Musikschule)
3. VHS-Nachwuchsorchester MaNü gemeinsam mit der Musikkapelle Nüsttal
4. Ensembles und vereinsübergreifende Fördergruppen u. Weiterbildungsprojekte (Musikalische Freizeiten, Lehrgänge für Leistungsabzeichen)
5. Koordination von Vorspiel- und Konzertveranstaltungen (z.B. Jugendkonzert „Winds, Strings & Voices“)

Die Nachwuchsarbeit
Als weiterer Schwerpunkt der Vereinsarbeit wird seit vielen Jahren eine umfassende Nachwuchsarbeit mit Einzelunterricht, Nachwuchsorchester, diversen Ensembles Jugendfreizeiten und Konzerten organisiert.

Unser Nachwuchsorchester „MaNü“
Das gemeinsame Nachwuchsorchester der Musikvereine von Mackenzell und Nüsttal, deshalb auch MaNü genannt, steht nunmehr seit 14 Jahren unter Leitung von Martin Genßler. Die 35 bis 45 Jugendlichen sind i.d.R zwischen 11 bis 17 Jahre alt.
In wöchentlichen Proben wird vorwiegend moderne Blasmusikliteratur studiert, die erstaunlich viel Abwechslung für ein ca. zweistündiges Programm bietet.

Das Orchester stellt sich vor
Das Orchester des Bläserchor Tonica Mackenzell hat sich durch intensive Nachwuchsarbeit zu einem ausgewogenen Klangkörper für traditionelle und zeitgemäße Blasmusikliteratur entwickelt.
Im jährlichen Frühlingskonzert in der Stadthalle Hünfeld präsentieren die 35 Musiker und Musikerinnen jeweils ihr neu einstudiertes Programm. Dieses Programm bildet die Basis für zahlreiche regelmäßige Auftritte in der Region Fulda/Hünfeld aber auch darüber hinaus. (z.B. 2007 in San Remo in Italien, 2006 in Bad Brückenau, 2005 in Oberwiesenthal im Erzgebirge, 2013 in Hamburg bei der internationalen Lions Convention).

Tonica-Steinbruch

Neben den zahlreichen musikalischen Aktivitäten bemüht sich der Bläserchor Tonica seit Bestehen um den Ausbau und die Pflege des alten Gemeindesteinbruches.
Im Laufe der Zeit ist hier eine attraktive Freizeitanlage entstanden, die insbesondere durch das jährlich stattfindende Sommernachstfest des Bläserchors Tonica weit über die Grenzen des Hünfelder Landes hinaus bekannt geworden ist.
Die Anlage wird u.a. auch für private Feiern, Jugend-Zeltlager und Betriebsfeiern vermietet.

Vorstand 2014
Musikalischer: Leiter Marco Dietz
Terminkoordinator: Carsten Trapp, Berthostr. 9a, 36088 Hünfeld-Mackenzell Tel. 06652-2603
Kassiererin: Julia Richter-Gollbach, Ehrenbergweg 3, 36088 Hünfeld-Mackenzell
Schriftführer: Dirk Brähler
Kulturwart: Alexander Simon
Dirigent: Tobias Baumann