Seit heute ist die Spendenphase für die Aktion zugunsten der Renovierung der Friedhofskapelle Mackenzell für 90 Tage eröffnet.
Alle Infos und Details
Geschichte
Die Kapelle, in alten Aufzeichnungen auch als Heiligtum beschrieben, geht in Ihrem Ursprung auf die Zeit um 1350 zurück. Sie war Bestandteil der im 30-jährigen Krieg (1618 bis 1648) untergegangenen und wüst gefallenen Siedlung Weißenborn.
Schon 1560 wird sie im Salbuch erwähnt und als finanziell selbständig bezeichnet. Die Selbständigkeit hängt auch mit der historischen Funktion als Friedhofskapelle für Mackenzell zusammen. Der älteste noch vorhandene Grabstein am Friedhof weist das Jahr 1675 auf.
Erwähnt wurde die "sacella in Weißenborn" erstmals in den kirchlichen Akten 1674 und im weiteren 1676 als Filiale von Hünfeld. Dokumentiert ist ferner, dass eine während des 2. Weltkriegs im Jahr 1940 zwangsweise abgegebene kleine Glocke aus der Kapelle Weißenborn die Jahreszahl 1465 trug, was wiederum auf deren älteren Ursprung hinweist.
Bekannte Wallfahrtskapelle
Neben der Funktion als Friedhofskapelle wurde sie auch als Wallfahrtskapelle über die Region hinaus bekannt. Es fanden nachweislich im 18. Jahrhundert mehrere jährliche Stern-Wallfahrten, ausgehend von Marbach, Großenbach, Hasel (Kirchhasel), Haselstein und Hofaschenbach, z.B. anlässlich des Patronatsfestes, des hl. Laurentius (10. August) und der hl. Margareta (13. Juli), statt in dessen Rahmen auch die Wallfahrer vor Ort verköstigt wurden, so bekannte, alte Aufzeichnungen.
Wallfahrtskapelle Heiliger Laurentius
Prozession in den 70-iger Jahren anlässlich des Patronatsfestes des Hl. Laurentius (10. August).
Neben der Funktion als Friedhofskapelle wurde sie auch als Wallfahrtskapelle über die Region hinaus bekannt. Es fanden nachweislich im 18. Jahrhundert mehrere jährliche Stern-Wallfahrten, ausgehend von Marbach, Großenbach, Hasel (Kirchhasel), Haselstein und Hofaschenbach, z.B. anlässlich des Patronatsfestes, des hl. Laurentius (10. August) und der hl. Margareta (13. Juli), statt in dessen Rahmen auch die Wallfahrer vor Ort verköstigt wurden, so bekannte, alte Aufzeichnungen.
Sanierung von Dachstuhl, Turm und Mauerwerk notwendig
Notwendigkeit der Sanierung
- Die Last des Daches hat zu Rissen und statischen Problemen des Mauerwerks geführt
- Die Kapelle musste zwischenzeitlich wegen Einsturzgefahr geschlossen werden
- Notdürftige Stützen wurden 2023 eingebaut
- Eine grundsätzliche Sanierung des Dachstuhls und des Turmes wurde von Experten als notwendig angesehen
Planungsstand
- Die Kosten für die Sanierung des Dachstuhles und des Mauerwerks betragen ca. 262 T€
- Die Finanzierung erfolgt durch die Pfarrei St. Magdalena Hünfeld, das Bistum Fulda und die Denkmalschutzbehörde
- Die Ausschreibungen der Gewerke laufen bereits, die Arbeiten sollen von August bis Oktober erfolgen
Abgrenzung
- Arbeiten zur Verschönerung des Innenraumes bzw. zur besseren Nutzung der Kapelle sind nicht über die bewilligte Bausumme abbildbar, hierzu bedarf es zusätzlicher finanzieller Mittel!
Motivation der Gemeinde
Erste Ideen zur besseren Nutzbarkeit der Kapelle wurde im Kirchort-Team diskutiert. Die Diskussion soll nun mit Gemeinde, Pfarrei und Kommune fortgeführt werden.
- Es wird mindestens die Wiederherstellung der bisherigen Nutzungsformen bei Beerdigungen für Küster, Zelebranten, Messdiener, Beerdigungsinstitute, für die Gemeinde bei Starkregen u. Gewitter angestrebt
- Am Ende der mehrstufigen Sanierung soll eine vollständige Nutzung und ein geregelter Zugang der Kapelle für Gottesdienste, Trauerfeiern im Rahmen von Beerdigungen, Gebetsandachten, stille Anbetungen und Einkehr von Besuchern des Friedhofs sowie Wanderern und Radfahrern auf den entlang führenden viel genutzten, bekannten und ausgewiesenen Routen, gewährleistet sein.
- Die Kapelle soll im Einklang mit der ganzen Friedhofsanlage zu einem neuen Schmuckstück für die Gemeinde und die Region (z.B. im Verbund mit anderen begehbaren Kapellen der Pfarrei St. Magdalena) werden.
Welche konkreten Maßnahmen könnten durch zusätzliche Gelder priorisiert werden?
- z.B. neuer Innenanstrich, automatische Türschließanlage, Leistungsfähiges mobiles Lithium-Akku für Stromversorgung, Kleines Stromnetz für Beleuchtung, Altar-Sanierung, …
Hierzu müssten aber zusätzliche Mittel mobilisiert werden !
- Eigenleistung durch Mitglieder der Gemeinde, Unternehmensspenden, Vereinsspenden, Budgets der Pfarrei St. Magdalena, der Stadt Hünfeld?
- Für Bürgerspenden wird die Aktion „Viele schaffen mehr“ in Partnerschaft mit der VR-Bank gestartet. Die Aktion läuft von Juli bis September .
Spendenmöglichkeit für Bürger über die Aktion „Viele schaffen mehr“
Unter dem Motto "Viele schaffen mehr" wurde das Projekt „Renovierung Friedhofskapelle Weißenborn“ auf der Spendenplattform der VR-Bank NordRhön angelegt, welches den Bürgern ermöglicht, die Maßnahmen zur besseren Nutzbarkeit der Kapelle mit kleinen Spenden zu unterstützten. Jede Spende von 5,- bis 50,- EUR wird von der VR-Bank einmalig je Unterstützer/in verdoppelt, bis die angestrebte Summe von 5000,- EUR erreicht ist.
https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/friedhofskapelle-weissenborn
Warum sollten Sie dieses Projekt unterstützen?
Es ist eine Herzensangelegenheit der örtlichen Kirchengemeinde, des Förderverein St. Laurentius e.V. und der gesamten Ortsgemeinschaft von Mackenzell, diese denkmalgeschützte Kapelle, auch im Gesamtkonzept mit der historischen Friedhofsanlage, für die nachfolgenden Generationen lebendig und nutzbar zu erhalten.
Das Spendenprojekt läuft in 3 Phasen
1. Startphase:
- In wenigen Tagen konnte das Kirchort-Team die Mindestanzahl von 50 Fans für das Spendenvorhaben gewinnen (siehe Plakat).
- Den Kirchort-Team Mitgliedern können im Sommer weitere Ideen zur besseren Nutzung der Kapelle übermittelt werden. Diese werden dann vom Kirchort-Team priorisiert.
2. Finanzierungsphase:
- Vom 7. Juli bis 5. Oktober (per Überweisung bis 29. September) können Spenden über die Spendenplattform der VR-Bank NordRhön oder direkt an die VR Payment (siehe S. 12, S. 13) gezahlt werden.
- Link zur Spendenplattform: https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/friedhofskapelle-weissenborn Alle Spender können sich hierüber auch über die Entwicklung der Spendensumme (inkl. Zusatzspende der VR-Bank) informieren.
- Jeder kann mitmachen! Es sind Spenden möglich von klein bis groß. Der Clou: Jede Spende von 5€ bis zu einem Betrag von 50 € wird seitens der VR-Bank einmalig je Unterstützer/in verdoppelt bis das Ziel von 5.000 € erreicht ist.
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- Beispiele:
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- erster Spender: 10 € - von der VR-Bank 10 € dazu; zweiter Spender: 50 € - von der Bank 50 € dazu; dritter Spender: 100 € - von der Bank 50 € dazu;
- Tipp: Sollte jemand oder eine Familie bereit sein über die 50 € hinaus spenden zu wollen, wäre es ratsam, die Spenden aufzuteilen, um die größtmögliche Unterstützung durch die VR-Bank zu erreichen. Das heißt zum Beispiel, anstatt einmal 100 €, zweimal 50 € von zwei Spendern und verschiedenen abgehenden Konten bzw. Email-Adressen (bei Spenden über das Portal) überweisen.
Möglichkeiten der Unterstützung:
- Über das Spendenportal bis zum 05.10.2025: https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/friedhofskapelle-weissenborn
- Per Überweisung an VR Payment spätestens bis zum 29.09.2025!
3. Zielphase
- Wenn der Zielbetrag von 5000,- EUR am 5. Oktober 2025 erreicht ist , wird der Betrag zur Umsetzung der Nutzungsideen an die Pfarrei überwiesen.
- Eine Dankeschön-Veranstaltung für alle Spenderinnen und Spender ist im Rahmen einer Baubegehung im Oktober angedacht
- Die Umsetzung der Maßnahmen zur besseren Nutzung, welche aus den Spenden finanziert werden können, erfolgen im Anschluss
Text & Bilder: Kirchortteam von St. Johannes der Täufer, Mackenzell (Eugen Roth, Stefan Meyer, Burkhard Merten und Josef Reuter)







