Das vergangene Jahr war für viele Familien, Kinder und Mitarbeitende der Kitas in Hünfeld eine Zeit außergewöhnlicher Herausforderungen. Öffentliche Proteste, eingeschränkte Betreuungszeiten, große personelle Engpässe und eine angespannte finanzielle Situation auf Seiten des kirchlichen Trägers prägten über Monate den Alltag. Die katholische Kirchengemeinde stand vor schwierigen Entscheidungen. Nach intensiven Gesprächen mit der Stadt Hünfeld wurde schließlich beschlossen, die Trägerschaft der Kitas Arche Noah und St. Laurentius künftig abzugeben. Ein Schritt, der vielen nicht leichtfiel, aber angesichts stark gestiegener Kosten, sinkender Kirchensteuereinnahmen und struktureller Belastungen als notwendig erachtet wurde.
Gerade vor diesem herausfordernden Hintergrund ist umso bemerkenswerter, was im vergangenen Jahr hier vor Ort gelungen ist.
Mit der neuen Leitung Frau Dittmar-Mihm begann ein Jahr, das trotz all dieser äußeren Unsicherheiten von Stabilität, Verlässlichkeit und Zuversicht getragen wurde. Ein ganzes Jahr ohne Notbetreuung. Für Eltern bedeutete das vor allem eines: Planungssicherheit. Man wusste, dass man sich auf die tägliche Betreuung verlassen kann. In einer Zeit, in der andernorts Gruppen geschlossen, Zeiten gekürzt und Familien stark belastet wurden, war das alles andere als selbstverständlich.
Die Zusammenarbeit mit dem kirchlichen Träger war geprägt von Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz. Probleme wurden nicht beschönigt, sondern klar benannt und gemeinsam angegangen. Lösungen wurden nicht von oben verordnet, sondern miteinander entwickelt. Genau dieses Miteinander hat Vertrauen geschaffen – bei Eltern, bei Mitarbeitenden und bei den Kindern.
Die neue Leitung hat mit ihrem Team den Alltag dabei nicht nur organisiert, sondern gestaltet. Mit Herz, Klarheit und großer Menschlichkeit. Immer nah an den Kindern, immer ansprechbar für Eltern, immer lösungsorientiert im Umgang mit Herausforderungen. Die Kinder haben sie sofort ins Herz geschlossen. Sie spürten: Hier ist jemand, der sie sieht, ernst nimmt und schützt. Jemand, der zuhört, erklärt, Sicherheit gibt.
Gerade in einer Phase, in der auf Trägerebene große Umbrüche stattfanden und die Zukunft vieler Einrichtungen öffentlich diskutiert wurde, wurde hier im Alltag Beständigkeit gelebt. Das ist eine Leistung, die man nicht hoch genug würdigen kann.
Am kommenden Freitag endet nun zum Jahresende diese gemeinsame Zeit in der Funktion der Doppelleitung. Was bleibt, ist große Dankbarkeit.
Dankbarkeit für eine Leitung, die mit Ruhe, Klarheit, Herzlichkeit und hoher Professionalität durch ein außergewöhnlich forderndes Jahr geführt hat.
Dankbarkeit für Transparenz, für offene Worte, für gemeinschaftliche Lösungswege.
Dankbarkeit für Verlässlichkeit in einer unruhigen Phase.
Dankbarkeit für ein Miteinander, das getragen war von Respekt, Vertrauen und echtem Engagement für unsere Kinder.
Text: Christine Krahe in Abstimmung mit dem Elternbeirat